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Dr. med. vet. Heiko Delorme in Münster

Praxisphilosophie - Was bringt einen Schulmediziner dazu, alternative, von vielen Schulmedizinern abgelehnte oder ignorierte Heilverfahren einzusetzen?

Zu Beginn meiner Praxistätigkeit hatte ich wenig Probleme mit der Behandlung von Erkrankungen bei meinen Tierpatienten.

Konnte ich doch auf die klassische Schulmedizin bauen, die mir nach einer sorgfältigen Anamnese (Vorgeschichte einer Erkrankung durch Befragung) den Weg auf die richtige Therapie zeigte. Zunehmend musste ich jedoch erkennen, dass ein Tierarzt sich in einer schwierigeren Situation befindet als ein Humanmediziner (ausgenommen Kinderärzte), der seine Patienten direkt zu den Symptomen befragen kann (Eigenanamnese), wogegen der Tierarzt seine Befragung über den Tierbesitzer durchführen muss (Fremdanamnese).

Dies erfordert in der Regel eine wesentlich längere Befragung und ist oft nicht objektiv, da die Fähigkeit der Tierbesitzer, die Symptome ihrer Tiere zu beschreiben, sehr unterschiedlich sind.

Auf der Suche nach einer alternativen begleitenden Therapieform, bei der der Anamneseerhebung eine herausragende Bedeutung zukommt, stieß ich so auf die Homöopathie. Dabei ging es mir zunächst weniger um eine andere Therapieform, als um die ausführlicheren Anamnesen und die Einbeziehung von abweichenden Verhaltensweisen, die mir bereits bei meinen ersten Fortbildungen auffielen. Deshalb möchte ich mich auch nicht zu den Kontroversen, die es immer wieder um die Homöopathie gegeben hat äußern, sondern lediglich anmerken, dass diese Therapieform durch eine wesentlich umfangreichere Anamneseerhebung besticht, was mir häufig auch bei der Behandlung von Tieren weitergeholfen hat. Eine homöopathische Erstanamnese benötigt in der Regel eine Stunde oder mehr.

Während der Anamnese mit den Tierbesitzern habe ich die Möglichkeit das Verhalten der Tiere zu beobachten, was mir besonders bei Hunden sehr entgegenkommt. So kann ich mir bereits, ein Bild von meinen Patienten machen, bevor ich mit der eingehenden körperlichen Untersuchung beginne. Ich weiß dann, was ich dem Tier zumuten kann, kann in vielen Fällen schon einmal ein Vertrauensverhältnis aufbauen  und weiß worauf ich augenblicklich besser erst einmal verzichte.

Die Neugier auf andere alternative Therapieformen hat bei mir dazu geführt, dass ich mich mit weiteren Therapieformen wie Akupunktur, Auricolotherapie, Eigenbluttherapie, Kräuter- und Pflanzenheilkunde beschäftigt habe. Dies hat auch mein Verständnis für energetische Ansätze und die Aktivierung der Selbstheilungskräfte geschärft.

Dadurch bin ich auch auf den Einsatz von Mikroorganismen gestoßen, um die Mikrobiota des Darms zu fördern, weil diese häufig bei Problempatienten aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Sehr gute begleitende Therapieerfolge konnte ich bereits seit vielen Jahren mit Mikroorganismenkomplexen aus einer Vielzahl von Stämmen erzielen, zu einer Zeit, als es noch ungewöhnlich war derart viele Stämme bei Tieren einzusetzen. Auch meine Kenntnisse in der Pflanzenheilkunde haben dabei die Wirkung meiner selbsthergestellten Produkte optimiert.

Das Fazit meiner Beschäftigung mit alternativen Heilverfahren ist folgende:

Es ist ein großer Vorteil für einen Tierarzt neben dem schulmedizinischen Behandlungsformen und den damit verbundenen hervorragenden Möglichkeiten der Labordiagnostik und Apparatemedizin weitere Heilmethoden in seine Behandlung mit einzubeziehen. Denn die alternative Medizin kann die klassische Schulmedizin häufig ergänzen und manchmal sogar ersetzen.

Voraussetzung dafür ist, dass sie von den Therapeuten gut beherrscht wird und er abwägen kann, wann er welche Therapie einsetzt.

Ich stellte sehr schnell fest, dass viele alternative Heilverfahren ähnliche Gedankenansätze haben

1. Es gibt keinen Durchfall-Hund, keinen Diabetiker und keinen Koliker, sondern immer nur ein ganz bestimmtes Tier, in seiner Unverwechselbarkeit, mit seinem individuellen Schicksal, und mit den Einflüssen, denen es ausgesetzt ist. Dementsprechend benötigt es auch eine individuelle Therapie.

2. Psychische Symptome sind ebenso wichtig, wie die auf Anhieb sichtbaren körperlichen Symptome. Sie müssen bei der Behandlung des Tieres mit einbezogen werden.
3. Symptome sollten (wenn möglich) nicht unterdrückt werden. Sie sind eine Reaktion des Körpers, um sein Gleichgewicht wieder herzustellen.

Durch diese für mich neuen Gedankenansätze angeregt und in der Hoffnung, Lösungen bei meinen Behandlungsproblemen zu finden, wandte ich mich zunächst der Homöopathie zu. Die mich bis heute begeistert und mir in vielen Fällen geholfen hat, besonders bei chronischen Krankheiten bessere Ergebnisse zu erzielen. In dieser Hinsicht konnte ich auch mit der Akupunktur, einem Teilgebiet der Traditionellen chinesischen Medizin sowie der Auricolo-Therapie nach Nogier des Öfteren erfolgreich therapieren.

Diese Therapieverfahren erfordern großes Hintergrundwissen und somit stetige Weiterbildung, um den nötigen Wissensstand zu erreichen, der einen guten Therapeuten ausmacht.

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