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Fr: 9.00 - 16.30 UHR
Dr. med. vet. Heiko Delorme in Münster
Praxisphilosophie - Was bringt einen Schulmediziner dazu, alternative, von vielen Schulmedizinern abgelehnte oder ignorierte Heilverfahren einzusetzen?
Mein Behandlungsansatz
Zu Beginn meiner tierärztlichen Tätigkeit konnte ich mich bei der Behandlung meiner Patienten vor allem auf die bewährten Methoden der klassischen Schulmedizin stützen. Eine sorgfältige Anamnese – also die Erhebung der Krankengeschichte durch Befragung – bildete dabei stets die Grundlage für eine gezielte und erfolgreiche Therapie.
Mit der Zeit wurde mir jedoch bewusst, dass die Arbeit als Tierarzt besondere Herausforderungen mit sich bringt. Anders als in der Humanmedizin ist es nicht möglich, die Patienten selbst zu ihren Beschwerden zu befragen. Stattdessen erfolgt die Anamnese über die Tierbesitzer, was häufig eine ausführlichere Befragung erfordert und aufgrund subjektiver Wahrnehmungen variieren kann.
Auf der Suche nach ergänzenden Therapieansätzen, bei denen die Anamnese eine noch zentralere Rolle spielt, bin ich auf die Homöopathie gestoßen. Besonders überzeugt hat mich dabei die intensive und ganzheitliche Betrachtung des Patienten, die weit über die rein körperlichen Symptome hinausgeht und auch Verhaltensauffälligkeiten berücksichtigt. Eine homöopathische Erstanamnese nimmt daher in der Regel eine Stunde oder mehr in Anspruch.
Diese ausführlichen Gespräche bieten mir zugleich die Möglichkeit, das Verhalten der Tiere genau zu beobachten – ein Aspekt, der insbesondere bei Hunden von großer Bedeutung ist. So kann ich mir bereits vor der eigentlichen Untersuchung ein umfassendes Bild machen, Vertrauen aufbauen und individuell einschätzen, welche Maßnahmen dem Tier zugemutet werden können.
Mein Interesse an ganzheitlichen Behandlungsmethoden hat mich im Laufe der Jahre dazu geführt, mich intensiv mit weiteren Therapieformen zu beschäftigen. Dazu zählen unter anderem Akupunktur, Auriculotherapie, Eigenbluttherapie sowie die Kräuter- und Pflanzenheilkunde. Diese Ansätze haben mein Verständnis für die Aktivierung der Selbstheilungskräfte und energetische Zusammenhänge wesentlich erweitert.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Unterstützung der Darmgesundheit durch den gezielten Einsatz von Mikroorganismen. Gerade bei chronischen oder komplexen Erkrankungen ist das Gleichgewicht der Darmmikrobiota häufig gestört. Bereits seit vielen Jahren setze ich erfolgreich auf Mikroorganismenkomplexe mit einer Vielzahl von Stämmen – zu einer Zeit, als dieser Ansatz in der Tiermedizin noch wenig verbreitet war. Ergänzend dazu fließen meine Kenntnisse aus der Pflanzenheilkunde in die Entwicklung und Anwendung individueller Präparate ein.
Mein Fazit
Die Kombination aus moderner Schulmedizin, fortschrittlicher Diagnostik und ausgewählten komplementären Therapieformen bietet aus meiner Sicht die besten Voraussetzungen für eine umfassende und nachhaltige Behandlung. Alternative Heilmethoden können die klassische Medizin sinnvoll ergänzen – und in bestimmten Fällen auch eine eigenständige Rolle einnehmen.
Voraussetzung dafür ist jedoch stets eine fundierte Ausbildung sowie die Fähigkeit, individuell abzuwägen, welche Therapieform im jeweiligen Fall die sinnvollste ist.
Ich stellte sehr schnell fest, dass viele alternative Heilverfahren ähnliche Gedankenansätze haben
1. Es gibt keinen Durchfall-Hund, keinen Diabetiker und keinen Koliker, sondern immer nur ein ganz bestimmtes Tier, in seiner Unverwechselbarkeit, mit seinem individuellen Schicksal, und mit den Einflüssen, denen es ausgesetzt ist. Dementsprechend benötigt es auch eine individuelle Therapie.
2. Psychische Symptome sind ebenso wichtig, wie die auf Anhieb sichtbaren körperlichen Symptome. Sie müssen bei der Behandlung des Tieres mit einbezogen werden.
3. Symptome sollten (wenn möglich) nicht unterdrückt werden. Sie sind eine Reaktion des Körpers, um sein Gleichgewicht wieder herzustellen.
Durch diese für mich neuen Gedankenansätze angeregt und in der Hoffnung, Lösungen bei meinen Behandlungsproblemen zu finden, wandte ich mich zunächst der Homöopathie zu. Die mich bis heute begeistert und mir in vielen Fällen geholfen hat, besonders bei chronischen Krankheiten bessere Ergebnisse zu erzielen. In dieser Hinsicht konnte ich auch mit der Akupunktur, einem Teilgebiet der Traditionellen chinesischen Medizin sowie der Auricolo-Therapie nach Nogier des Öfteren erfolgreich therapieren.
Diese Therapieverfahren erfordern großes Hintergrundwissen und somit stetige Weiterbildung, um den nötigen Wissensstand zu erreichen, der einen guten Therapeuten ausmacht.
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